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Herzlich Willkommen beim Thüringer Apothekerverband e.V.


Die Website des Thüringer Apothekerverbandes e.V. ist als Intranet für Apothekeninhaber, die Mitglied des Thüringer Apothekerverbandes e.V. sind, konzipiert.

Für andere Besucher unserer Webseite stehen Informationen zum Thüringer Apothekerverband e.V. (THAV) und seiner Wirtschafts- und Marketing-Gesellschaft mbh (THAPO) zur Verfügung.


19.10.2016  Entscheidung des EuGH zur Reichweite der Arzneimittelpreisverordnung

    
  Sichern!

Der Europäische Gerichtshof erlaubt ausländischen Versandhändlern, von festen Preisen bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln abzuweichen.

Und die Folgen?
Statt Beratung und Qualität in der Patientenversorgung stehen dann Preise und Renditen im Vordergrund - das gefährdet die Apotheke in Ihrer Nachbarschaft.

www.wir-sind-ihre-apotheken.de
    
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   Resolution der Thüringer Apotheker und Apothekerinnen
    
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25.11.2016  Plenarsitzung des Bundesrates - Bundesrat fordert Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel


Der Bundesrat will den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln verbieten. Zur Begründung verweist er auf die Entscheidung des EuGH, wonach sich ausländische Apotheken nicht an die in Deutschland geltende Preisbindung halten müssen. In Verbindung mit dem Versandhandel führe dies zu einer konkreten Gefährdung stationärer Apotheken und damit auch der flächendeckenden Arzneimittelversorgung, heißt es in der Stellungnahme der Länder zum Entwurf des Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz vom 25. November 2016.

Länder unterstützen Intention der flächendeckenden Medikamentenversorgung

Die Intention der Bundesregierung, mit dem Gesetzentwurf die Arzneimittelversorgung auf hohem Niveau sicherzustellen und zugleich die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung zu erhalten, unterstützt der Bundesrat.

Kritik an geplanter Umsatzschwelle
In seiner Stellungnahme regt er jedoch zahlreiche Änderungen an. Kritisch sieht er dabei insbesondere die geplante freie Preisgestaltung für neue Medikamente bis zu einem Ausgabenwert von 250 Millionen Euro. Die Preise für diese Medikamente sollten vielmehr zwischen Pharmaunternehmen und Krankenkassen ausgehandelt werden.

Überteuerte Medikamente verhindern

Die Bundesregierung möchte mit dem Gesetzentwurf insbesondere überhöhte Preise für neue Medikamente verhindern. Sie beabsichtigt deshalb auch die Einführung der Umsatzschwelle von 250 Millionen Euro, bis zu der Hersteller neuer Medikamente die Preise selbst bestimmen können. Nach Erreichen der Umsatzschwelle soll der zwischen Herstellern und Krankenkassen ausgehandelte Erstattungsbetrag gelten.

Kosten stabil halten

Das bereits geltende Preismoratorium für Medikamente soll bis Ende 2022 verlängert werden. Die Preise für Arzneimittel, die keiner Preisregulierung unterliegen, wären damit für weitere sechs Jahre auf dem Stand von 2009 eingefroren.

Weiteres Verfahren

Die Stellungnahme des Bundesrates geht zunächst an die Bundesregierung, die eine Gegenäußerung dazu verfasst. Anschließend legt sie alle Dokumente dem Bundestag zur Entscheidung vor. Wann dieser das Vorhaben berät, steht derzeit noch nicht fest. Spätestens drei Wochen nach der Verabschiedung des Gesetzes befasst sich der Bundesrat dann noch einmal abschließend mit dem Bundestagsbeschluss.

Zum Plenum kompakt

13.10.2016  Entscheidung des EuGH zur Reichweite der Arzneimittelpreisverordnung - Resolution vom Apothekertag 2016


Im Hinblick auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vom 19. Oktober 2016 zur Reichweite der Arzneimittelpreisverordnung hat die Hauptversammlung der Apothekerinnen und Apotheker vom 13. Oktober folgende Resolution verabschiedet.

"Die Hauptversammlung der deutschen Apothekerinnen und Apotheker stellt fest, dass das gegenwärtig bestehende deutsche Preisbildungssystem für verschreibungspflichtige Arzneimittel eine unverzichtbare Säule in der Statik des deutschen Gesundheitssystems ist. Es schützt Patienten vor Übervorteilung, verhindert ruinösem Wettbewerb, und Defizite in der Arzneimittelversorgung durch Apotheken und macht das Sachleistungsprinzip der gesetzlichen Krankenkassen bei der Arzneimittelversorgung erst möglich. An das Preisbildungssystem knüpfen diverse gesetzliche Steuerungs- und Sparmechanismen zugunsten der Krankenkassen an, wie die gesetzliche Zuzahlung des Patienten, das Festbetragssystem und der Apothekenabschlag. Die aus dem System resultierende, transparente Preisbindung ist unabdingbar erforderlich für jedwede Kostendämpfungsmaßnahme im Bereich der Arzneimittelversorgung zugunsten der Solidargemeinschaft. Darüber hinaus gewährleistet es in Verbindung mit der Niederlassungsfreiheit seit Jahrzehnten eine nahe am europäischen Durchschnitt liegende Apothekendichte und eine dem Versorgungsbedarf entsprechende Verteilung der Apotheken in Deutschland.

Es ist kein System erkennbar, welches ähnlich effizient und ausgewogen die berechtigten wirtschaftlichen Interessen der Leistungserbringer mit dem Interesse des Staates an einer flächendeckenden, ortsnahen, jederzeit verfügbaren und qualitativ hochwertigen Arzneimittelversorgung der Bevölkerung einerseits und der Finanzierbarkeit des Krankenversicherungssystems andererseits in Einklang bringt.

Sollte der Europäische Gerichtshof die deutschen Preisvorgaben für verschreibungspflichtige Arzneimittel als Hindernis für den grenzüberschreitenden Versand dieser Arzneimitteln beurteilen, fordert die Hauptversammlung die Bundesregierung und den Gesetzgeber auf, dieses bewährte System nicht von vornherein zugunsten einiger weniger Wirtschaftsteilnehmer aufzugeben, sondern insbesondere Möglichkeiten zu erwägen, es dem europarechtlichen Maßstab zu entziehen, um autonom gestalten zu können.

Die zuständigen Landesbehörden werden aufgefordert, etwaigen Verstößen gegen die national auch in diesem Falle weitergeltende Preisbindung mit Vollzugsmaßnahmen entgegen zu treten, die einer Kannibalisierung des Marktes bis zu einer geordneten gesetzgeberischen Reaktion vorbeugen."

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